Wechsel

Nicht nur wechselt der Sommer spürbar in den Herbst, nein, auch bei Rote 39 findet ein Wechsel statt.

Die Gastausstellerin Gisela Berg hat ihre Zeit am 15.9. beendet, so dass ich die Kleiderstange übernehmen konnte.

So halten jetzt Tuniken und Umhänge Einzug. Schöne und hochwertige Materialien wie Seide, Merinowolle, Alpaka und Schurwolle. Außerdem bekommt die Hanfjacke (Universalgröße) auch noch Gesellschaft.

Zusätzlich gibt es eine Vielzahl an herbstlichen Pulswärmern, etwas leichter ohne Wollanteile.

Ab Anfang Oktober wechseln dann nahezu alle Gastaussteller und es bietet sich Ihnen ein neues Bild im Laden.

Es lohnt sich also immer wieder, bei uns vorbei zu schauen.

Ein paar neue Teile aus gekochter Wolle

Gekochte Wolle ist leicht und wärmt, genau richtig für die Übergangszeit. Der Wollstoff, den ich hier verwendet habe, besteht aus 80% Schurwolle und 20% Baumwolle. Er ist in Deutschland hergestellt. Außerdem besticht er durch den interessanten Farbverlauf.

Wollrock oder Cacheur in Größe 36
Tunika in Größe 40
Tunika in Größe 42
Cacheur in Größe 42/44
Tunika in Größe 46
Stirnband mit einem Futter aus Bio-Baumwollnicky

Neue Kollektion aus Hanfstoff

Warum Hanf?

Hanf wurde schon seit der Jungsteinzeit zu Stoff verarbeitet. Baumwolle wurde erst viele Jahrhunderte später verwendet und verdrängte so zunehmend den Hanf. Synthetikstoffe taten ihr übriges. Aber Hanf hat so viele Vorteile.

Große Umweltverträglichkeit und niedrige Energiebilanz:

Weder beim Anbau – Hanf ist resistent gegen Krankheiten etc, daher kann auf Spritzen von Pestiziden verzichtet werden – noch bei der Ernte und Verarbeitung wird Chemie verwendet. Das ist nicht nur für die Umwelt gut, sondern auch für Allergiker, denn es befinden sich keine Rückstände in den Fasern.

Die CO2 Bilanz sieht sehr günstig aus. Eine Gewichtseinheit Hanf wandelt während der Wachstumsphase die doppelte Menge Kohlendioxyd (CO2) durch Fotosynthese in Sauerstoff um. Hanf ist biologisch abbaubar und ein unendlich nachwachsender Rohstoff. Dabei verbraucht er aber ganz gegenteilig zu Baumwolle nur wenig Wasser. Gerade jetzt in so trockenen Zeiten punktet da der Hanf.

Hautgefühl und Gesundheit:

Hanftextilien können 95% der UV-Strahlen absorbieren, Leinen und Baumwolle schaffen nur 30-60%. Hanffasern behalten länger ihre Frische, durch antibakterielle Eigenschaften entstehen nicht so schnell Gerüche. Die Fasern gleichen Temperaturen aus, wärmen bei Kälte und kühlen bei Hitze, ähnlich wie Seide. Die Hanffasern absorbieren Feuchtigkeit und trocknen schnell.

Vorteile für das Nähen und die Textilpflege:

Die Faser ist sehr reißfest, auch im nassen Zustand (Nassfestigkeit), d.h. das Kleidungsstück oder Bekleidungsaccessoire ist sehr haltbar. Die Hanffaser trocknet schnell und knittert nicht so wie Leinen. Eines sollten Sie bei den von mir verwendeten Hanfstoffen beachten, die Farben bleichen auf Dauer. Dadurch entsteht im Laufe der Zeit ein Used-Effekt.

Die von mir verwendeten Hanfstoffe wurden alle in Westeuropa hergestellt.

Endlich ist die Eröffnungsfeier möglich

2021-07-24T15:00:00

  Tage

  Stunden  Minuten  Sekunden

bis

Eröffnungsfeier Rote 39

Liebe Freund*innen von Kunsthandwerk und anderen schönen Dingen,

seit dem 1. Juni ist die Produzentengalerie „Rote 39 – Handwerk und Design“ in Göttingen eröffnet. Ein kleiner feiner Laden für Keramik, Textiles, Papierarbeiten, Strickmode, Holzarbeiten, Schmuck und wechselnde Überraschungen von Gastaussteller*innen.

Wir selber freuen uns sehr, dass dies in erschwerten Zeiten gut geglückt ist und möchten das mit Ihnen feiern! Am 24.7.2021 von 15:00 bis 19:00 sind alle 6 Produzentinnen vor Ort. Vorführungen aus der Buchbinderwerkstatt, kleine musikalische Beiträge, ungewöhnliche Aktionen aus Ton für kleine und große Menschen, staunen, Fragen stellen zu allen Gewerken, Plaudereien auf der Straße…Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Das Team von Rote 39

Rote 39

Seit sechs Wochen nun schon hat die Rote 39 geöffnet. In einer etwas ruhigeren Ecke mit angenehmer Atmosphäre.

In unserem Laden sind wir sechs Macher*innen, die diesen Laden betreiben, ihre Produkte selbst produzieren und abwechselnd ihren Ladensdienst versehen. Außerdem gibt es noch sechs Gäste, die ihre ebenfalls selbstproduzierten Produkte dort ausstellen.

Ich persönlich bin zur Zeit mit Beutelrucksäcken, Wechseltaschen, Kosmetiktaschen, Spitzenstulpen und Sommerblusen aus Wildseide und Leinen dort vertreten.

Speziell für diesen (Früh-)Sommer habe ich eine Kollektion aus Ethnostoffen, ganz besonders Afrika-Stoffen erarbeitet, die dort ausgestellt sind.

Schauen Sie, es ist einen Besuch wert.

Rote Straße 39, 37073 Göttingen

http://www.rote39.de

Einladung zur Neueröffnung

Am 1. Juni öffnet „Rote 39 – Handwerk und Design“ seine Türen. Keramik, Textiles, Buchbindearbeiten, Strickmode, Drechselarbeiten, Schmuck und wechselnde Überraschungen von Gastaussteller*innen sind im Sortiment.Hand anzulegen und zur Tat schreiten sind die sechs Macher*innen gewohnt in ihrem Leben. Träume und neue Ideen umzusetzen auch. Das ist Beruf und Berufung für Rita Franze, Claudia Wegener, Renate Katrin Zimmermann, Claudia Galke, Armin Dietz und Reinhild Alber. Sie alle produzieren in ihren Werkstätten mit hohem gestalterischen und handwerklichen Anspruch Besonderes. Dinge, die meist nur auf ausgewählten Kunsthandwerkermärkten zu finden sind. Diese Märkte aber sind seit einem Jahr fast komplett der Pandemie zum Opfer gefallen. Gleichzeitig gibt es viele Menschen, die eben diese Märkte vermissen und sich nach schönen Produkten sehnen, deren Herstellungsprozess nachvollziehbar ist. Dinge, die nicht unter prekären Arbeitsbedingungen entstehen oder über fragwürdige, weite Transportwege bei uns landen. „Hier möchten wir für Göttingen eine Lücke schließen und Neuland erobern“

Was die Macher*innen vereint, ist der Wunsch nach Wegen der Vermarktung außerhalb des Internets zu suchen. Die Objekte, die sie herstellen, sollen vor dem Kauf in die Hand genommen, von allen Seiten betrachtet, ertastet und im wörtlichen Sinn erfasst werden. In der Produzentengalerie Rote 39 können Kunden mit den Produzent*innen ins Gespräch kommen, interessantes über Material und Herstellungsprozesse erfahren oder auch Sonderanfertigungen nach eigenen Wünschen bestellen.In Zeiten von Unsicherheit, erschwerten Bedingungen und Insolvenzen im Einzelhandel erscheint eine Neueröffnung vielleicht als ein gewagter Schritt. Vielleicht aber ist es genau der Richtige. Auf staatliche Hilfen zu hoffen, die bekanntlichermaßen für Soloselbstständige eher gering ausfallen, erschien den Handwerker*innen keine Lösung zu sein. Diese Sechs möchten viel lieber arbeiten, den Blick nach vorne richten und Andere mit handgemachten Produkten beglücken…

Text: Reinhild Alber, Plakatdesign: Rita Franze